How-To


		
						
	
		

					
			
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Diese bei amerikanischen Craft Brauereien beliebte Sorte liegt im Farbenspektrum etwa im Bereich zwischen tief-gold und fast rötlich. Das Bier hat stärkere Malznoten als ein Pale Ale, aber so gut wie keine Röstnoten. Im Gegensatz zu vielen amerikanischen Bieren, zeichnet sich das amerikanische Amber Ale durch eine gewisse Zurückhaltung in der Hopfenbittere zugunsten stärkerer Akzente im Hopfenaromabereich aus. Daher bekommen diese Biere sowohl eine Flavor-Hopfengabe gegen Kochende als auch eine zusätzliche Aromagabe im Whirlpool.

 

Wahlweise kann man den Aromahopfen auch der heißen Würze zwischen Whirlpool und Wärmeaustauscher oder sogar der kalten Würze während der Gärung zugeben.

Craft Brewer benutzen zum heißen oder kalten „Hopfenstopfen“ oft einen Hop-Back. Das ist ein kanisterartiges Durchlaufgerät mit einer internen Seihervorrichtung. Manche Brauer hängen auch einen Musselinbeutel voll Aromahopfen von einer Metzgerschnur für einige Tage in den Gärbehälter, nicht nur für Amber Ale, sondern für praktisch alle amerikanisierten bzw. „imperialisierten“ Biersorten (wie zum Beispiel Extreme Beer, American, wie auch Imperial IPA, American).

 

Scottb211 from Gaylord, Michigan, U.S.A., Alien Amber Ale (15610616665), CC BY 2.0
Alien Amber Ale der Sierra Blanca Brauerei, New Mexico (Foto: Scottb211 from Gaylord, Michigan, U.S.A., commons.wikimedia.org: „Alien Amber Ale (15610616665)“, CC BY 2.0)

 

Hochalpha für die Bittere, fruchtig-milde Hopfensorten für das Aroma

Für die Bitterhopfenzugabe eignen sich vorzüglich alle gängigen amerikanischen Hopfensorten mit hohem Alphasäuregehalt, während die Hopfenwahl für die mittlere und die letzte Hopfengabe weniger auf stark würzige, sondern mehr auf fruchtig-milde Hopfensorten mit delikaten Zitrusaromen ausgerichtet ist. Hier werden in der Rezeptur drei klassische amerikanische Hopfensorten verwendet. Für die Bittere zuständig ist die aus dem englischen Golding im Staate Washington entwickelte Hoch-Alpha-Sorte Chinook, für das Flavor in der Sudpfanne die vom United States Department of Agriculture aus der englischen Sorte Fuggle im Staate Oregon entwickelte milde Sorte Willamette, die relativ wenig Alphasäure aufweist, und für das Aroma im Whirlpool (oder beim heißen oder kalten Hopfenstopfen) die Cascade-ähnliche, aber weniger zitrusartige, aus verschiedenen Hopfenarten abstammende Sorte Centennial.

Im Vergleich zu britischen Amber Ales hat dieses amerikanische Amber einen ziemlich niedrigen Diacetylwert. Im Abgang sind Hopfen und Malz im Gleichgewicht. Die Qualität des Braumalzes leistet bei dieser süffigen, ausgewogenen Biersorte einen entscheidenden Beitrag zur Geschmacksausprägung. Daher sind bei der Malzschüttung nur gut verarbeitete, homogene, zweizeilige Malzsorten zu verwenden. Dabei kann die Einmaischtemperatur so variiert werden, dass mehr oder weniger vergärbarer bzw. unvergärbarer Zucker in der Maische produziert wird. Bei einer Einmaischtemperatur von etwa 65 °C liefert die Beta-Amylase ihre Spitzenleistung und wandelt Stärke in einfache Zucker um, was zu einem leicht höheren Alkoholgehalt im fertigen Bier und zu einem trockeneren Abgang führt. Umgekehrt wird bei einer Einmaischtemperatur von etwa 69 °C die Beta-Amylase fast denaturiert, während die Alpha-Amylase sich ihrer Spitzenleistung nähert. Das Ergebnis einer höheren Einmaischtemperatur ist daher ein Bier mit etwas weniger Alkohol, aber mehr Körper und mehr Restsüße.

 

Das sagt das Rezept

Stammwürze: 13,25 Prozent
Restextrakt: 3,5 Prozent
Bittereinheiten: 32 BE
Farbe: 40 EBC
Alkohol: 5,2 Volumenprozent

 

Zutaten (gerundet) bei einer Sudhausausbeute von rund 65 Prozent für 20 Liter:

Malz Prozent kg
Pale Ale 79 3,4
Caraamber® 15 0,64
Carared® 5 0,21
Carafa® I 1 0,04
Gesamtschüttung 100 4,29

 

Hopfen Prozent Alpha g
Bitter: Chinook 13 16
Flavor: Willamette 5 9
Aroma: Centennial 10,5 17

 

Hefe Verschiedene amerikanische Ale-Hefen

 

Einfachinfusion. Je nachdem, ob mehr Beta- oder Alpha-Amylase-Aktivität gewünscht wird (was den Alkoholgehalt und den Körper des Bieres beeinflusst), bei 65 bis 69 °C einmaischen. Rast 60 min. Im Kreislauf pumpen, bis die Würze blank läuft. Abläutern bei 76 ± 1 °C. Kochzeit 60 min. Bitterhopfen nach 5 min Kochzeit; Flavor-Hopfen nach 55 min Kochzeit. Whirlpool 30 min. Aromahopfen in den Whirlpool. Hauptgärung bei 16 bis 21 °C (abhängig von Hefewahl). Etwa 7 Tage Hauptgärung. Schlauchen. Nachgärung etwa 14 Tage. Schlauchen. Reifung etwa 1 Woche.

 

Das sagst du!

Was ist dein Lieblings-Amber Ale? Lieber ein hopfenbetontes India Pale Ale? Welche Hopfensorten empfiehlst du für ein Amber Ale? Lieber mit einer Lagerhefe vergären oder ist das Häresie? Sag uns deine Meinung oder noch besser: Schick uns deine Version deines persönlichen American Amber Ales und am liebsten noch ein Foto dazu an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir sind gespannt!

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