How-To


		
						
	
		

					
			

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Nico Leffler hat in seiner Garage einen Bock gebraut. Einen richtig guten. So gut, dass er damit bei der ersten deutschen Meisterschaft der Hobbybrauer den ersten Platz abgesahnt hat. Mit uns teilt Nico das Sieger-Rezept seines Hellen Bocks, dem er mit Hüll Melon und El Dorado im Lagertank den letzten Schliff verleiht.

Gebraut hat Nico in seiner Garage auf der selbstgebauten 30-Liter-Anlage. Nicht zum ersten Mal ist dort ein Bockbier entstanden, es ist also auch schon einiges an Erfahrung in das Rezept mit eingeflossen. Das Besondere bei diesem Rezept: die subtile Kalthopfung, mit der das Bier noch verfeinert wird. Weil das Aroma schon in vorherigen Suden überzeugt hat, fällt Nicos Wahl auf Hüll Melon und El Dorado.

Während des Kochens hat Nico mit Hüll Melon gearbeitet, um seinem Bier die Grundbittere zu verleihen. Im Whirlpool kommt dann nochmal eine ordentliche Menge Hopfen dazu, was für eine schöne Hopfenblume sorgt. Um die fruchtigen und hopfigen Noten noch weiter in den Vordergrund zu rücken, folgt nach der Gärung noch eine Kalthopfung mit Hüll Melon und El Dorado.

Sieger der 1. Deutschen Meisterschaft der Hobbybrauer – Nico Lefflers Heller Bock
Sieger der 1. Deutschen Meisterschaft der Hobbybrauer – Nico Lefflers Heller Bock

Gebraut hat Nico das Siegerbier schon im April 2017. So konnte der Bock lange und kalt bis zum Wettbewerb im August im Bierkühlschrank lagern. In den vier Monaten Lagerzeit wurde das Bier noch runder. Die Wettbewerbskriterien haben unter anderem festgelegt, dass das Bier eine Stammwürze von mindestens 16 °Plato und einen Alkoholgehalt von 6,5 Vol.-Prozent mit einer Abweichung von +/- 0,5 Vol.-Prozent haben muss. Alkohol verleiht dem Bier Körper und unterstreicht die Aromen, darum hat sich Nico dazu entschieden, die Stammwürze auf 16,5 Prozent einzustellen und so die Grenze von 7 Vol.-Prozent Alkohol auszureizen. Der verwendete Hefestamm vergärt mit geringer Esterproduktion, sedimentiert schnell und ist gut geeignet für fruchtige Lagerbiere. Der recht hohe Caramalzgehalt von insgesamt 20 Prozent verleiht dem Bier eine leichte Honigsüße und seine satte goldgelbe Farbe.

Für ein Bockbier ist der Endvergärungsgrad ziemlich hoch, dadurch wirkt das Bier aber trotz des hohen Stammwürzegehaltes angenehm frisch und leicht. Heraus kam ein Bier, dessen angenehme Bittere gut in den Malzkörper eingebunden ist. In Nase und Mund entfalten sich fruchtige Noten in Richtung Honigmelone. Die 7 Vol.-Prozent Alkohol sind gut versteckt und verbinden Malzkörper und Hopfenbittere sehr harmonisch.

  

Das sagt das Rezept

Stammwürze: 16,5 Prozent

Restextrakt: 3,7 Prozent

Bittereinheiten: 35 BE

Alkohol: 7 Vol.-Prozent

 

Zutaten für 30 Liter Hellen Bock bei einer Sudhausausbeute von 65 Prozent

Malz Prozent kg
Pilsner Malz (4 EBC) 80 6,4
Carapils (3-7 EBC) 19 1,52
Caraamber (60-80 EBC) 1 0,08

 

Hopfen  Prozent Alphasäure g
Hüll Melon (50 min vor Kochende)  7,6 20
Hüll Melon (10 min vor Kochende) 7,6 20
Hüll Melon (Whirlpool)  7,6 40
Hüll Melon / El Dorado (Stopfhopfen) 7,6 / 14,2 15 / 60

 

Hefe

Fermentis Saflager S-23 („RH“) 400 ml

 

Nicos Bockbiersud startet mit einem Hauptguss von 26 Litern, für den Nachguss stehen 20 Liter bereit. So wird eine Pfannenvollkonzentration von ca. 15,5 mas/mas Prozent erreicht. Eingemaischt wird bei 60 °C und anschließend bei 63 °C, die erste Rast über 20 Minuten eingelegt. Weiter geht's auf 65 °C, zehn Minuten Rast. Dann wird die Maische auf 72 °C geheizt und für 40 Minuten diese Temperatur gehalten, bevor auf 75 °C weiter erwärmt wird. Nach nochmal zehn Minuten und erreichter Jodnormalität kann auf 78 °C geheizt und dann abgemaischt werden. Gekocht wird insgesamt für für 80 Minuten, der Hopfen darf anschließend noch für 20 Minuten nachisomerisieren.

Die Gärtemperatur für Nicos Hellen Bock lag bei 15 °C, entsprechend fix verlief die Gärung, nach sieben Tagen wird mit Vorderwürze aufgekräust und abgefüllt. Sieben Tage gab Nico seinem Bier Zeit zur Nachgärung in der Flasche bei 16 °C, anschließend folgte die Kaltlagerung bei 5 °C.

Nico Leffler mit seinem Hellen Bock  ©Störtebeker Braumanufaktur GmbH)
Nico Leffler mit seinem Hellen Bock ©Störtebeker Braumanufaktur GmbH

 

Das sagt ihr 

Ihr habt auch einen tollen Hellen Bock gebraut oder eines unserer Rezepte nachgebraut? Dann lasst uns daran teilhaben! Schickt uns Bilder von eurem Bier oder gleich das ganze Rezept an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir nehmen euer Rezept in unsere Sammlung auf.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen