Portraits


		
						
	
		

					
			
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Bereits seit einigen Jahren ist der Markt für Gastronomiegebinde im Umbruch und die Gewohnheiten der Verbraucher ändern sich. Gerade Craft Brauereien könnten durch Umdenken profitieren: Das 50-Liter-Mehrwegfass bindet Kapital, man muss Rücktransport und Reinigung organisieren. Der Trend geht zu kleineren und schlankeren Gebinden, mit denen der Gastronom auch oft wechselnde Bierspezialitäten anbieten kann, ohne dass das Fass „zu lange am Hahn hängt“. Peter Schill, Worldkeg GmbH, stellt euch das pfandfreie Edelstahlfass als eine mögliche Alternative vor.

Es muss nicht immer Bier sein: Ein Trend in den USA ist z. B. Wein und Prosecco aus dem Fass. Während in den USA in der weinlastigen Gastronomie, wie z. B. in italienischen Restaurants, schon heute jeweils der rote und weiße Hauswein aus dem Keg gezapft wird, werden in Europa noch immer die Flaschen entkorkt oder Wein aus dem Tetrapak ausgeschenkt. Auch der Export von Fassbier bietet noch Wachstumsmöglichkeiten. Wegen der niedrigen Umlaufgeschwindigkeiten von oft nur einem oder zwei Umläufen pro Jahr und aufgrund meist hoher Verlust- und Beschädigungsraten der eingesetzten Mehrweg-Kegs, bieten sich hier Einweglösungen an.

 

Einweglösung PET-Keg

Seit einigen Jahren existieren Einweglösungen auf PET-Basis. Das Problem von Kunststofffässern besteht aber in der Permeabilität und der geringen Druck- und Temperaturbeständigkeit des Grundstoffs. In den letzten Jahren gab es große Fortschritte darin, die Diffusion von Gasen (Kohlensäureverlust und Sauerstoffeintrag) zu minimieren und die Belastung durch Licht zu begrenzen. Dennoch reichen diese Lösungen immer noch nicht an die Lager-Qualität von Edelstahl heran.

Ein gewisses Problem aller PET-Kegs ist die geringe Druckbeständigkeit bei Temperaturen jenseits von 45 bis 50 °C, die einen ungekühlten Export von Fassbier in mediterrane, subtropische und tropische Regionen problematisch macht.

 

Einweg-Edelstahlfass

Seit gut zwei Jahren wird das Worldkeg vertrieben, welches eine Verbesserung für die Probleme von PET-Einweg-Fässern verspricht. Das Einweg-Edelstahlfass, das mit sehr geringen Blechstärken von nur 0,3 Millimetern auskommt, benötigt in der Herstellung weniger als ein Viertel des Edelstahls, der für ein konventionelles Fass gebraucht wird. Positiver Nebeneffekt ist nicht nur der deutlich günstigere Preis, der am oberen Ende des Preises für hochwertige Plastikfässer liegt, sondern auch das reduzierte Gewicht des Gebindes. Mit rund 2 kg für ein 30-Liter-Fass ist das Worldkeg nicht schwerer als ein vergleichbares Plastikfass. Der reduzierte Materialeinsatz bedingt aber keine Einbußen in der Stabilität und Druckfestigkeit des Fasses. Mit einer garantierten und TÜV-geprüften Innendruckbeständigkeit bis 8 bar und einem Zapfdruck bis 7 bar ist das Worldkeg nicht nur doppelt so hoch belastbar wie ein PET-Fass, sondern auch tropentauglich.

 

Entsorgung und Recycling

Da das Edelstahl-Einwegfass nach seiner Benutzung immer noch einen Restmetallwert besitzt und Edelstahl weltweit der Werkstoff mit der höchsten Recyclingquote ist, sind eine problemlose Entsorgung und das Recycling gewährleistet. Dies ist gerade in der heutigen Zeit, in der die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll angeprangert wird, ein nicht zu unterschätzendes Argument. In Deutschland ist das Worldkeg vom Einwegpfand befreit. Daher muss es nicht zum Verkäufer zurückgebracht werden und kann örtlich, z. B. über den lokalen Schrotthandel, recycelt werden. Alternativ hat der Verbraucher aber auch die Möglichkeit, das Gebinde kostenlos über die gelbe Tonne oder den gelben Sack in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen. Im Gegensatz z. B. zu einer 5-Liter-Dose ist hierzu keine Anmeldung beim Dualen System nötig und es entstehen somit auch keine Entsorgungskosten.

Abfüllung in das Edelstahl-Keg ist auf fast jeder konventionellen Fassabfüllanlage möglich
Abfüllung in das Edelstahl-Keg ist auf fast jeder konventionellen Fassabfüllanlage möglich

 

Abfüllung und Transport

Die Abfüllung des Worldkegs ist mit geringen Modifikationen auf fast jeder konventionellen, auch älteren, Fassabfüllanlage möglich. Die Kosten für eine Reinigung entfallen für das Einweggebinde, weil es bereits gereinigt, sterilisiert und mit CO2 vorgespannt ausgeliefert wird. Für kleinere Mengen kann die Befüllung auch über einen kostengünstigen Einkopffüller oder manuell erfolgen, sicherlich eine interessante Alternative für Craft Brauer und Start-ups, die sich eine eigene Abfüllanlage oder einen teuren Keg-Pool nicht leisten können. Die schlanke Form und die Stapelbarkeit ermöglichen eine gute Platzausnutzung auf der Palette, dem LKW oder im Überseecontainer.

 

Zapfkopf und Bierpistole

Eine Besonderheit des Worldkegs ist sein Ein-Euro-Zapfkopf, der dem Produkt beigelegt werden kann. Damit kann das Keg in jeder Bar und auf jeder Zapfanlage der Welt gezapft werden, eine kostspielige Ausstattung der Gastronomie mit Zapfköpfen entfällt.

Zielt auf den Endverbraucher: Edelstahlfass mit Partypumpe und Bierpistole
Zielt auf den Endverbraucher: Edelstahlfass mit Partypumpe und Bierpistole

Auch der Endverbraucher gehört zur Zielgruppe von Worldkeg: Für die Garten- oder Strandparty, Vereins- oder Straßenfeste hat der Hersteller eine kostengünstige Handpumpe mit angeschlossener „Bierpistole“ entwickelt, die ungetrübten Zapfspaß auch fernab von Stromanschlüssen und Kohlensäureflaschen garantiert. Das dünnwandige Edelstahlfass muss hierzu nur in eine bis zur Hälfte gefüllte Wanne gestellt und ca. zwei Stunden vorgekühlt werden. Das Anschließen der Partypumpe kann auch von ungeübten Personen wortwörtlich im Handumdrehen erledigt werden.

 

Einsatzbereiche

Seinen Brauereikunden bietet der Hersteller mit Fassbier.online auch eine eigene Vertriebsplattform im Internet. Hier kann der Endverbraucher deutschlandweit ab 59 EUR ein 25-Liter-Bierfass abfüllfrisch bestellen. Geliefert wird dieses dann innerhalb von zwei bis drei Arbeitstagen direkt aus der Brauerei bis nach Hause. Seit dem Start der Serienproduktion 2017 haben bereits viele namhafte Brauereien das Produkt getestet und eingeführt. Sie setzen es meist in Ergänzung zum bestehenden Mehrwegsystem für den Export und die Belieferung von Fern- und Saisongastronomie ein. Es wurden auch schon erfolgreiche Tests unternommen, die Einweg-Edelstahl-Kegs zur Abfederung von Saisonspitzen und für Großevents einzusetzen. Das patentgeschützte Worldkeg wurde in Deutschland entwickelt und wird auch in Deutschland hergestellt. Das ermöglicht kurze Transportwege zum Kunden und eine flexible Reaktion auf Kundenwünsche. So wurden beispielsweise schon Anwendungen in der Wasseraufbereitung, für flüssige Grundstoffe in der Nahrungs- und Getränkeindustrie sowie für flüssige Rohstoffe in der chemischen Industrie entwickelt und zum Teil umgesetzt.

Über die Vertriebsplattform Fassbier.online können Endverbraucher die Einweg-Keg abfüllfrisch bei der Brauerei bestellen
Über die Vertriebsplattform Fassbier.online können Endverbraucher die Einweg-Keg abfüllfrisch bei der Brauerei bestellen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.