Know-How


		
						
	
		

					
			

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Wer kennt das nicht: Der Braumeister sagt, dass eine Edelstahlleitung neu verlegt werden muss. Aber soll man nur wegen einer einfachen Edelstahlleitung eine Firma beauftragen? Die schicken erst einen Außendienstmitarbeiter, dann wird groß geplant, Zeichnungen angefertigt – das alles kostet viel Geld. Ganz zu schweigen vom Stundensatz der Monteure (natürlich kommen ja immer zwei), dazu noch die Anreise, Auslöse, Übernachtungskosten … Das wird viel zu teuer – denkt man.

Ein betriebseigener Schlosser könnte die Aufgabe erledigen, der repariert ja sonst alles, kann also auch ein paar Schweißnähte für eine Edelstahlleitung machen – meint man. Schließlich hat er ein Schweißgerät. Glücklich wird man aber nur, wenn es sich um ein WIG-Schweißgerät handelt und der Schlosser auch wirklich damit umgehen kann! Schweißnähte sind bekanntlich Schwachstellen. Es reicht nicht, dass sie nur dicht sind (das ist Grundvoraussetzung), sie müssen zudem glatt und korrosionsbeständig sein. Und dafür braucht der Schweißer neben der richtigen Ausrüstung, Geschick und viel Übung!

Hat der betriebseigene Schlosser das nicht – und das wird der Regelfall sein –, liegt die Empfehlung darin, die Arbeit fremd zu vergeben. Aber es muss für so eine kleine Baustelle nicht immer eine große Firma beauftragt werden. Es gibt zahlreiche selbstständige Edelstahlmonteure, die ausgezeichnete Arbeit abliefern und das zu günstigen Konditionen – sie müssen ja kein firmeneigenes Planungsbüro mitfinanzieren. Das heißt aber im Umkehrschluss, dass ihr oder euer Braumeister die Planung selbst machen müsst. Aber damit bekommt ihr auch das Ergebnis, das ihr wollt, und nicht, was man standardmäßig halt so macht.

Was braucht nun ein Monteur:

  • Einen Platz zum Arbeiten: Der muss ruhig, halbwegs warm, windstill und überdacht sein sowie über einen Stromanschluss verfügen;
  • Edelstahl zum Verschweißen: Es muss sich dabei nicht unbedingt immer um Neumaterial handeln, aber sauber muss das Material sein. Wohl dem, der eine gut gefüllte „Schatzkammer“ mit aufbereiteten Edelstahlstücken hat;
  • Schweißgase, also Argon und Formiergas: Sprecht vorher mit dem Monteur ab, was er benötigt. Kleinmengen bringt er meistens selbst mit;
  • Und jetzt kommt fast das Wichtigste: Einen Ansprechpartner (nicht zwei oder drei oder mehr), der sagt, was gemacht wird. Das solltet ihr selbst oder der Braumeister sein.

Nehmt euch Zeit für den Monteur, macht klare Vorgaben und steht zu Verfügung, wenn er Fragen an euch hat. Dann werdet ihr erstaunt sein, wie effektiv und damit preiswert diese Monteure (in der Regel) arbeiten. Bei der Qualität der Schweißnähte solltet ihr kompromisslos sein, eure Kunden sind es – was die Qualität eures Bieres angeht – auch. Und wenn der Monteur mit der Arbeit fertig ist, freut auch er sich dann über einen Kasten mit kompromisslos gutem Bier!

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