How-To


		
						
	
		

					
			
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Everybody hail to the Pumpkin King! Die Kürbisernte steht an und damit die Zeit, Kürbissuppe zu kochen, Kürbislaternen zu schnitzen, und und und. Höchste Weihen erfährt der Kürbis natürlich erst, wenn daraus Bier wird. Hier kommt unser Rezept für ein Pumpkin Ale.

Pumpkin Ale – eine echte Bierspezialität zur Kürbis Saison
Pumpkin Ale – eine echte Bierspezialität zur Kürbis-Saison

Das Pumpkin Ale wurde wohl im 16. Jahrhundert von englischen Kolonisten in Amerika erfunden. Der Kürbis diente wahrscheinlich als Malzersatz, besonders wenn das Malz knapp war. Heute dient der Kürbis in Pumpkin Ales nicht mehr hauptsächlich als Zuckerquelle bzw. Stärkequelle. Vielmehr bringt der Kürbiszusatz vor allem Geschmack und Farbe ins Bier. Wie ihr den Kürbis einsetzt, da gibt es viele verschiedene Varianten. Ihr könnt den Kürbis roh verwenden oder im Backofen vorgaren. Ihr könnt die Kürbiskerne entfernen oder auch einfach drin lassen. Der Kürbis kann entsaftet, in Stücken verwendet oder püriert werden. Das Ganze könnt ihr dann in die Maische oder in die Sudpfanne geben. Noch variantenreicher wird es dann, wenn Ihr euer Pumpkin Ale auch noch mit Gewürzen verfeinert – Gewürznelke, Ingwer, Piment oder Zimt passen wunderbar. Erlaubt ist, was schmeckt. Wir entscheiden uns in unserem Rezept für im Ofen gebackenen, entkernten, geschälten und anschließend pürierten Kürbis. Außerdem kochen wir noch einen guten Schwung Gewürze mit, dabei sind Gewürznelke und Piment, Zimt und Ingwer. Das Rezept basiert auf einer Idee von Horst Dornbusch und ist auch in "Die Biersorten der BRAUWELT" zu finden.

Roh, mit oder ohne Kerne, gebacken, stückig oder püriert – es gibt viele Möglichkeiten, wie ihr den Kürbis verarbeiten könnt
Roh, mit oder ohne Kerne, gebacken, stückig oder püriert – es gibt viele Möglichkeiten, wie ihr den Kürbis verarbeiten könnt

 

Das sagt das Rezept

Stammwürze: 14,0 Prozent

Restextrakt: 3 Prozent

Bittereinheiten: ca. 26 BE

Farbe: 17 EBC

Alkohol: 5,8 Vol.-%

 

Zutaten (gerundet) bei einer Sudhausausbeute von rund 65 Prozent für 20 Liter Ausschlagwürze

 

Malz Prozent kg
Pale Ale Malz 80 3,5
CaraPils 10 0,4
CaraRed 10 0,4
Gesamt 100 4,3

 

Hopfen Prozent Alphasäure g
Fuggle (Bittere) 4,3 34
Willamette (Aroma) 5 28

 

Gewürz Menge pro 100 l
Gemahlene Gewürznelke und Piment 2 Teelöffel
Zerkleinerte Zimtstange 3 Stück
Ingwer (frisch, geschält, gehackt) 50 g

 

Kürbis Menge
Gebacken, geschält, entkernt, püriert ca. 1 kg

 

Wie viel Kürbis verwendet wird, kommt letztendlich auch auf den eigenen Geschmack an. Die von uns hier angegebene Menge von einem Kilo pro hl scheint euch aber in jedem Fall zu wenig zu sein. Auf Facebook haben uns Felix vom Endt, der Macher von Nürnbergs Orca Brau, und Ernie Bär folgende Vorschläge gemacht:

Felix vom Endt: Kommt halt immer drauf an wie intensiv etc. aber ich sag jetzt mal 10kg auf 100 Liter 

Ernie Bär: Beim letzten mal warens bei mir 2kg Hokkaido auf 4kg Malz ergab 18l, war lecker aber hätte mehr sein können 

Ihr seht schon: Es gibt genügend Platz für eure eigene Interpretation, wie viel Pumpkin in eurem Ale stecken soll!

 

Hefe Obergärig, Ale-Hefe, keine bayerische Weißbierhefe


Wir brauen unser Pumpkin Ale im Infusionsverfahren. Eingemaischt wird bei 65 °C, mitsamt dem vorbereiteten Kürbispüree. Diese Temperatur halten wir für 60 Minuten, dann wird auf 72 °C aufgeheizt. Erneute Rast für 10 Minuten. Ist die Jodnormalität erreicht, heizen wir weiter auf 76 °C und können dann abmaischen.

Gekocht wird für 75 Minuten, nach 15 Minuten geben wir den Fuggle-Hopfen dazu und senken die Gewürze in einem Beutel aus Baumwolle in den Sud. Achtung: Unsere Mengenangabe für die Gewürze bezieht sich auf 100 Liter Würze, die Gewürzmenge müsst ihr eurer Sudgröße und eurem Geschmack noch anpassen. Besonders Gewürznelke und Zimt werden sehr schnell sehr dominant. Fünf Minuten vor Kochende kommt der Aromahopfen dazu. Dann könnt ihr auch die Gewürze wieder entfernen.

Die abgekühlte Würze geht bei ca. 21 °C oder je nach Vorliebe der verwendeten Hefe in die Hauptgärung. 

 

Das sagst du!

Du hast ein Kürbisbier gebraut und bist stolz auf das Ergebnis? Am Ende hast du dazu sogar unseren Rezeptvorschlag benutzt oder diesen abgewandelt? Lass uns daran teilhaben! Schick uns ein Bild und eine kurze Rezeptbeschreibung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Betreff „Bierrezept“. Deine Idee könnte dann gleich neben unserem Rezeptvorschlag stehen. Wir sind gespannt!

 

"Big Mama" von Pascal Bruch

Unser Leser Pascal, Hobbybrauer aus Köln, hat uns zum Beispiel mit folgendem Rezept für sein Pumpkin Ale versorgt. Er verwendet für sein Pumpkin Ale Kürbis der Sorte "Delica Big Mama" und Malz im Verhältnis 1:1. Die Malzmischung besteht aus Pale Ale Malz, Münchner Malz, hellem Weizenmalz und Special B. Insgesamt kommt das Pumpkin Ale von Pascal so auf 12,8 °P. Bei den Gewürzen setzt Pascal auf Zimt, Vanille und Nelke. Pro 20L Würze kommen 6g Vanilleschoten, knapp 11g Zimtrinde und 4 grob zerstoßene Nelken in den Sud. Die milde Bitter von 23 IBU werden mit Herkules und Cascade erreicht. Vergoren wird mit der Hefe US-05, anschließend geht das Bier für fünf Wochen in die Reifung. Am Ende erreicht das "Big Mama" Pumpkin Ale von Pascal 5,6 vol.-% Alkohol. 

Das
Das "Big Mama" Pumpkin Ale von Pascal Bruch

 

Kürbissorte
Kürbissorte "Delica"
Ihr seht: Der Kürbis ist nicht nur zum gruseln da
Ihr seht: Der Kürbis ist nicht nur zum Gruseln da

 

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